
▪ Aus der Satzung:
Der Katholische Frauenbund Ingolstadt Mitte ist ein Zweigverein des
Diözesanverbandes Eichstätt e.V. des Katholischen Deutschen Frauenbundes KDFB.
Als lebendige Glieder der Kirche, in der Frauenbewegung verwurzelt, schließen
sich dort Katholische Frauen zusammen, verheiratete und unverheiratete aller
Berufe und Altersstufen, dabei praktiziert der KDFB ökomenische Offenheit.
▪ Ziele und Aufgaben
des
Zusammenschlusses sind, Frauen zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit und zu
ständiger Weiterbildung anzuregen und sie dadurch für eine eigenverantwortliche
und zeitgemäße Mitgestaltung in allen Bereichen der Gesellschaft, in Kirche und
Staat, in Familie und Beruf zu befähigen.
▪ Mittel zur Erreichung des
Vereinszweckes sind unter anderem:
Veranstaltungen und
Einrichtungen für
- religiöse, kulturelle und
staatsbürgerliche Fragen
- Ehe-, Familien- und
Lebensfragen
- Fragen der allein
stehenden und allein erziehenden Frauen
- Fragen der berufstätigen
Frauen
- soziale und karitative
Aufgaben
▪ Herzliche Einladung
Wir Frauen der Pfarreien
St.Moritz und Münster treffen uns zu Vorträgen, geselligem Beisammensein,
Meditationen, Gebet und vielem anderem mehr. Manchmal freuen wir uns auch wenn
unsere Männer uns dabei begleiten. Unsere besonderen Anliegen sind die des
Miteinanders in Gesellschaft und Familie, die der Sorge um unser körperliches
und seelisches Wohlbefinden, aber auch um das unserer Mitmenschen hier und in
der Mission. Wir pflegen das kirchliche Brauchtum und helfen mit, Feste und
Feiern sowie zum Beispiel die Zeiten des Advents und der Fastenzeit im Sinne
unseres Glaubens zu begehen. Unser aktuelles rosafarbenes Programm finden Sie im
Anschluss oder in der Moritz- und Münsterkirche ausgelegt. Über Ihr Interesse
und einen unverbindlichen Besuch bei einer unserer Veranstaltungen würden wir
uns sehr freuen!
Gerne sind wir auch zu
weiteren Auskünften bereit:
Simona Rottenkolber und Dr. Regina Schnell (Schnell-Ingolstadt@t-online.de)
▪ Der derzeitige Vorstand:
Dr. Regina Schnell, 1. Vorsitzende
Simona Rottenkolber und Maria Rottmüller, weitere Vorsitzende
Maria Lohmeier, Schatzmeisterin
Angela Lang, Schriftführerin
Fanny Geier und Ursula Schmidt, Kassenprüferinnen
▪ Beisitzerinnen:
Barbara Ferstl, Ehrenvorsitzende
Anna Funk, Fahnenträgerin
Hanna und Hedda Kroening, Delegierte
Gabi Meier
Stilla Miller,Verbraucherservice
Maria Schillinger
Cilly Schmaus
Gundi Louise Schneck
▪ Anschrift:
Streiterstr.29, 85049 Ingolstadt
Fax 0841- 9517877
Schnell-Ingolstadt@t-online.de
▪ Gründungsgeschichte des Frauenbundes Ingolstadt Stamm1907
(Dr. Regina Schnell im Juni
2009)
Im November des Jahres 1906
traf sich das „vorbereitende Komitee“, um in Ingolstadt einen Katholischen
Frauenbund zu gründen. Ihm gehörten an: Die Bundesvorsitzende des deutschen
Katholischen Frauenbundes aus Köln, Frau EmilieHopmann,
und ihre Generalsekretärin, Frau Isabella Freiin von Carnap, die Vorsitzende des
Bayerischen Landesverbandes Frau Ellen Amann aus München und die beiden
Ingolstädterinnen, Frau „Postamtsdirektor“ Mayer und Frau „Oberstabsarzt“
Nagel. Und so konnte man im Januar 1907 in der „Ingolstädter Zeitung“ lesen:
Aufruf an die
verehrlichen Frauen von Ingolstadt!
Die gegenwärtige
Frauenbewegung erfasst immer weitere Kreise. Dringt ja doch die Überzeugung
immer weiter vor, dass eine Fülle von Fragen, die die Fraueninteressen aufs
Innigste berühren, auf sozialem, charitativem und wissenschaftlichem Gebiet der
Lösung harren… Nur eine Organisation, die die Gesamtheit der Frauenwelt zu
einer imponierenden Macht vereinigt, wird auf Erfolge in den weitverzweigten
Gebieten der Frauenfrage rechnen können. Von dieser Überzeugung durchdrungen hat
sich…teils im katholischen, teils im evangelischen Frauenbunde…bereits eine
stattliche Schar von edeldenkenden Frauen in verschiedenen Städten Deutschlands
organisiert, um, im Gegensatz zu anderen in religiöser Beziehung mindestens
indifferenten Frauenverbänden, auf christlicher Grundlage zu den unabweisbaren
Problemen der Frauenbewegung Stellung zu nehmen. Es soll der Versuch gemacht
werden, auch die verehrliche Frauenwelt von Ingolstadt in das große Ringen der
Zeit einzuführen. Es soll ein Zweigverein des Katholischen Frauenbundes dahier
ins Leben gerufen werden. Zu diesem Zweck soll Sonntag, 6. Januar, nachmittags ½
5 Uhr im Saal des “Weinrestaurants Diepold“ eine öffentliche Versammlung der
verehrlichen Frauen unserer Stadt veranstaltet werden. Das unterfertigte Komitee
gibt sich die Ehre, die verehrlichen Damen von Ingolstadt, welchen
Gesellschaftskreisen sie auch immer angehören mögen, zu zahlreichem Besuche
dieser Versammlung höflichst einzuladen.
Unterschrieben: Das vorbereitende Komitee
So wurde am Dreikönigstag des
Jahres 1907 der „Katholische Frauenbund Ingolstadt Stamm“ gegründet. Zur Ersten
Vorsitzenden wählten die hundert Vereinsgründerinnen Frau „Oberstabsarzt“ Nagel.
Der Vereinszweck lautete: „Förderung der Frauenbewegung auf allen Gebieten nach
katholischen Grundsätzen“.
Da aber diese erste
Zusammenkunft nach Ansicht der Veranstalterinnen nicht genügend Resonanz bei den
Ingolstädterinnen gefunden hatte, weil nur 100 Frauen(!) Mitglied wurden,
startete man gleich 5 Wochen später erneut eine Einladung zu einem öffentlichen
Vortrag in der „Ingolstädter Zeitung“mit dem damals bekannten Redner und Sozialpolitiker
P. Benno Auracher O.C., der sprechen sollte „über Ziel, Zweck und Bedeutung des
Katholischen Frauenbundes zur Begeisterung der im Bunde Arbeitenden, zur
Aufklärung der Zweifelnden und zum Unterricht für alle.“ Auch die „Herren“ waren
„angelegentlich“eingeladen.
Pater Auracher formulierte in
seiner progammatischen Rede:
„Wir
wollen aus Frauen nicht halbe Männer, sondern ganze Frauen machen, die alle
guten Eigenschaften des Geistes und des Herzens in die Waagschale legen
gegenüber der geistigen Obstruktion, gegenüber dem Unglauben“.
▪ Zielvorstellungen 1907 – teilweise durchaus noch aktuell
Der neu
gegründete Frauenbund Ingolstadt Stamm setzte sich folgende Schwerpunkte:
Erstens: Alle Frauen sind gleich, unabhängig von ihrem gesellschaftlichen
Herkommen und Stand - dies war damals noch keine Selbstverständlichkeit.
Gleichheit aller Frauen!
Zweitens: Der Frauenbund unterstützt die Forderungen
- nach einer Berufsausbildung von Mädchen und Frauen
- nach einer Aus- und Weiterbildung der Hausfrau und des damals noch üblichen
Hauspersonals
Bildung und Ausbildung für alle Mädchen und Frauen!
Drittens: Es wird ein öffentliches Diskussionsforum geschaffen, das ein
Mitspracherecht für Frauen in allen öffentlichen Bereichen und Belangen
einmahnt.
Öffentliches Mitspracherecht für Frauen!
Viertens: Das soziale Engagement der Frau für ihre Mitbürger soll öffentlich
zum Tragen kommen.
Öffentliche Anerkennung des sozialen Engagements von Frauen!
Fünftens: Das Glaubensleben der Frau und der Familien soll durch Vorträge,
Wallfahrten, Messfeiern, Andachten und Gebete Unterstützung finden.
Unterstützung für das Glaubensleben in den Familien!
Sechstens: Mütter finden Hilfen in Erziehungsfragen in weltlicher und
religiöser Hinsicht.
Unterstützung in Erziehungsfragen!
Siebentens: Durch Vorträge und Seminare soll den Frauen Wissen und Können
aus den verschiedensten Gebieten vermittelt werden.
Weiterbildungsangebote für Frauen!
▪ Einige aktuelle Projekte
und Initiativen:
- Das "Marientragen" (Im Advent wird zum Andenken an die Herbergssuche das Bild der Dreimal
Wunderbaren Mutter von Ingolstadt von Haus zu Haus getragen und verbleibt dort
eine Nacht zum Gebet.)
- Der monatliche Friedensrosenkranz im Münster
- Der "Krabbelgottesdienst"
- Eine Maiandacht als
Bittgang der Frauen und Kinder zum Bildstöckl in der Schütt
- Zwei Mutter und
Kind-Gruppen für die Allerkleinsten
- Anfertigen des Altarschmucks an besonderen Festen
- Legen des Blumenteppichs zu Fronleichnam
- Binden der Kräuterbuschen
zu Mariä Himmelfahrt
- Gründung eines "Kreises
junger Frauen"
- Spenden in die Mission und
in soziale Projekte
- Krankenbesuchsdienste
- Teilnahme und Mitgestaltung
des Weltgebetstags der Frauen
- Zusammenarbeit mit Frauen
anderer christlicher Bekenntnisse
- Organisation von
Altennachmittagen
- Hinzu kommt die
ehrenamtliche Mitarbeit von uns Frauenbundfrauen in vielen anderen kirchlichen
und öffentlichen Vereinen und Vereinigungen, wie beispielsweise im Sozialdienst
katholischer Frauen, im Eine Weltladen...
- Die Tradition der „Osterkonferenzen“ aus den Anfangsjahren des Frauenbundes wurde neu belebt:
Man führt ein fünftägiges ganzheitliches Fasten in der Woche vor dem
Palmsonntag durch. Jeder dieser Tage beginnt mit einem Messbesuch, anschließend
findet eine Meditation statt, die mit Wohlfühlgymnastik beschlossen wird.
- Im Advent feiert man wieder Rorate-Ämter mit der Jugend und den Pfarrangehörigen und bereitet
anschließend für alle Teilnehmer dieser Frühmessen ein gemeinsames Frühstück im
Pfarrheim
- Man sorgt für die Belebung
des christlichen Brauchtums und verziert Wachsstöcke und Lichtmesslichter.
Ebenso wird der Brauch der Segnung eines Johannisweins neu belebt.
- Gern angenommen wird auch
wieder die Jahreswallfahrt- jeweils zu einem anderen Wallfahrtsort
(Eine Art zusammenfassender
"Rechenschaftsbericht" über die Tätigkeiten des Frauenbundes seit seiner
Gründung im Jahre 1907 bis 2003 wurde im Buch "Zeit der Frauen" von Frau Dr.
Schnell veröffentlicht)
▪ Und
mit welchen Anliegen und Themen wie geht es nach mehr als100 Jahren weiter?
Die neuen Aufgaben der Zeit
zu erkennen, sah der Frauenbund immer als seine Aufgabe an. Als solche
kristallisieren sich in unseren Tagen folgende heraus:
Immer noch und immer wieder
ist die Frage nach der Gleichberechtigung und der Gleichwertigkeit der
Geschlechter ein Diskussionsthema: Der „Spiegel“ berichtete im Februar 2007
von neueren hirnphysiologischen Untersuchungen, denen zu Folge entgegen
bisheriger Ergebnisse der Unterschied zwischen einem weiblichen und einem
männlichen Hirn zu vernachlässigen sei. Das Leitthema der Frauenbundzeitung
„Engagiert“ vom März 2007 lautet :“Mädchen lernen anders“. Die
Fernsehmoderatorin Eva Herman schreibt ein Buch zum Thema „Das Eva-Prinzip für
eine neue Weiblichkeit“ und verliert ihren Job als Tagesschausprecherin. Und
Frau Professor Gerl-Falkovitz veröffentlicht in „Die Tagespost“ am 6.Februar
2007 einen Artikel zum Thema „Weiblich- oder doch nur Gender?“
Schon 1959 forderte Babette
Bail, die damalige Vorsitzende des Frauenbundes:
„Wir brauchen ein neues
Leitbild für die Frau!“
Die Einstellung gegenüber
dem Leben und der Familie ist immer wieder zu hinterfragen.
„Freiheit ohne Orientierung
führt ins Chaos.“
Die
Wertediskussionen ist vor dem Hintergrund des Christlichen Glaubens ohne Scheuklappen zu führen
Der Aufbruch in der
Kirche, der mit dem Vatikanum II begann, muss
weitergehen.
Eine Forderung aus dem
„Kölner Anstoß“, der Vom Deutschen Katholischen Frauenbund anlässlich der
Hundertjahrfeier 2003 formuliert wurde, lautet. „Wir wollen für Frauen eine
gleichberechtigte Teilhabe in unserer Kirche, deren Strukturen bis heute
patriarchalisch geprägt sind.“
Das Brauchtum und
die kirchlichen Traditionen müssen weiter gepflegt
werden, um den Menschen ein geistiges Zuhause zu geben (Rorateämter, Segnung des
Johannisweins,“ Von-Haus-zu Haus-Gehen“ der Sternsinger,usw…..)
Angebote für Kinder
und Familien in den Pfarreien sind verstärkt
anzubieten, wie beispielsweise Krabbel- und Kindergottesdienste; es sind Kinder-
und Jugendgruppen aufzubauen , Glaubenswissen, das zunehmend verloren gegangen
ist,muss immer wieder in Wort, Schrift und Vorträgen verbreitet werden.
Angesichts der
Globalisierung ist interkonfessionelle und interreligiöse Zusammenarbeit mit
anderen Frauengruppen ein Gebot der Stunde ( Weltgebetstag der Christlichen
Frauen,Treffen mit ausländischen Frauen im „Cafe` Luna“…), vor allem auch mit
Frauen aus dem Islam
Gotteserfahrung und
Gottesbegegnung wollen wir durch zeitgemäße Angebote
unterstützen und Glaubenswissen verbreiten ( durch Wallfahrten,
Andachten, Gebete, Meditationen, Vorträge…)
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